.jpg)
Hallo Schweiz!
„Yu“ heisst Fisch, so viel wissen wir bereits. Heute verspürten wir also Lust auf Yu. In akzentfreiem Sichuan-Dialekt bestellen wir also denselbigen. Den ausufernden Erläuterungen der Serviertochter zum gewählten Gericht stimmen wir (ahnungslos) zu. Nach wenigen Minuten – chinesische Köche sind besonders flinke Kerle – erhalten wir dann unseren „Mo Yu“, ein besonders grossnoppiges Exemplar von einem TINTEN-Fisch. Nun sitzen wir auf unserer Couch und bestreiten mit leichtem Hungergefühl unseren ersten Blogeintrag.
Glücklicherweise klappt die Bestellung nicht immer derart schlecht; ja, wir sind sogar in der Lage die verschiedenen Viecher auf der Speisekarte klar von einander abzugrenzen. Sau, Rind und Chicken (Hunde werden in dieser Region mehrheitlich als Haustiere gehalten) werden dann fast immer, gewürzt mit „viel scharf“, zu einem leckeren Gericht verarbeitet. In drei Minuten Fussdistanz zu unserem Appartement finden sich zahlreiche, kleine Restaurants, wo man für ein (Trink)-geld von vier Franken für zwei Personen reichlich isst und trinkt. Somit wär das für Chinesen mit Abstand wichtigste Thema vorerst abgehandelt.
Die ersten Tage nach unserer Ankunft war Essen bestellen für uns aber noch eher ein zweitrangiges Problem. Nach 24-stündiger Reise von Zürich via Bangkok und Chengdu nach Mianyang öffneten wir erwartungsvoll die Tür zu unserem Heim für die nächsten 12 Monate…
... 4 abscheuliche Tage, 20 wunde Finger, etliche Liter vergossener Schweiss und Putzmittel, sowie diverse Grosseinkäufe im Walmart (Globalisierung sei Dank) resultieren in einer im neoklassizistisch-chinesischen Stil eingerichteten Wohnung.
Wir haben einige besorgte Emails erhalten, da vorgestern erneut ein Erdbeben die Provinz Sichuan erschüttert hat. Wir haben davon glücklicherweise nichts mitgekriegt. Allerdings haben unsere amerikanischen Nachbarn uns versichert, dass es wohl nur eine Frage der Zeit sei, bis auch wir eines der Nachbeben zu spüren bekämen, da diese seit dem grossen Beben im Mai im Wochentakt auftreten würden. Wir haben aber keine Angst davor, denn sowohl auf unserem Campus wie auch in der Stadt sind kaum grössere Schäden an Gebäuden ersichtlich. Betroffen waren vorallem Leute aus ländlichen Gegenden, in welchen Erdrutsche ganze Dörfer ausradiert haben. Diese Bauern wohnen nun an der Stadtgrenze in riesigen Flüchtlingscamps.
Übrigens, wir sind ja im Prinzip als „foreign experts“ hier und müssen darum auch arbeiten. Nach mehrmaligem Nachfragen haben wir folgendes herausfinden können:
1. Andrea unterrichtet nächste Woche entweder Marketing oder Management, nicht gerade die Kernkompetenzen einer Volkswirtschaftlerin, aber wir sind ja flexibel!
2. Thomas startet seinen Unterricht entweder nächsten Montag mit den „freshmen“, vielleicht aber auch erst in 3 Wochen mit den „senior students“, wir werden sehen?!
3. Diesen Mittwoch, so wurde uns versprochen, würde ein sicherlich grossartiges und transparentes Meeting Licht in die ganze Sache bringen.
„Halt es bitzäli andersch!“
Beim gemütlichen samstäglichen Shopping der Familie Lu im faszinierenden Walmart mit all den westlichen Verführungen, überkommt den kleinen Ping Lu ein dringliches Bedürfnis, welchem er sofort nachgeben möchte. Wie praktisch, dass seine Hose, wie die all seiner gleichaltrigen Artgenossen, bereits an physionomisch hervorragend platzierter Stelle permanent geöffnet ist. So reicht ein verbindlicher Schrei aus, damit ihn seine Mutter Liu Lu in die Horizontale hochhebt und er sich zwischen Joghurt- und Sojabohnenregal erleichtern kann.
Bis Bald!
„Yu“ heisst Fisch, so viel wissen wir bereits. Heute verspürten wir also Lust auf Yu. In akzentfreiem Sichuan-Dialekt bestellen wir also denselbigen. Den ausufernden Erläuterungen der Serviertochter zum gewählten Gericht stimmen wir (ahnungslos) zu. Nach wenigen Minuten – chinesische Köche sind besonders flinke Kerle – erhalten wir dann unseren „Mo Yu“, ein besonders grossnoppiges Exemplar von einem TINTEN-Fisch. Nun sitzen wir auf unserer Couch und bestreiten mit leichtem Hungergefühl unseren ersten Blogeintrag.
Glücklicherweise klappt die Bestellung nicht immer derart schlecht; ja, wir sind sogar in der Lage die verschiedenen Viecher auf der Speisekarte klar von einander abzugrenzen. Sau, Rind und Chicken (Hunde werden in dieser Region mehrheitlich als Haustiere gehalten) werden dann fast immer, gewürzt mit „viel scharf“, zu einem leckeren Gericht verarbeitet. In drei Minuten Fussdistanz zu unserem Appartement finden sich zahlreiche, kleine Restaurants, wo man für ein (Trink)-geld von vier Franken für zwei Personen reichlich isst und trinkt. Somit wär das für Chinesen mit Abstand wichtigste Thema vorerst abgehandelt.
Die ersten Tage nach unserer Ankunft war Essen bestellen für uns aber noch eher ein zweitrangiges Problem. Nach 24-stündiger Reise von Zürich via Bangkok und Chengdu nach Mianyang öffneten wir erwartungsvoll die Tür zu unserem Heim für die nächsten 12 Monate…
... 4 abscheuliche Tage, 20 wunde Finger, etliche Liter vergossener Schweiss und Putzmittel, sowie diverse Grosseinkäufe im Walmart (Globalisierung sei Dank) resultieren in einer im neoklassizistisch-chinesischen Stil eingerichteten Wohnung.
Wir haben einige besorgte Emails erhalten, da vorgestern erneut ein Erdbeben die Provinz Sichuan erschüttert hat. Wir haben davon glücklicherweise nichts mitgekriegt. Allerdings haben unsere amerikanischen Nachbarn uns versichert, dass es wohl nur eine Frage der Zeit sei, bis auch wir eines der Nachbeben zu spüren bekämen, da diese seit dem grossen Beben im Mai im Wochentakt auftreten würden. Wir haben aber keine Angst davor, denn sowohl auf unserem Campus wie auch in der Stadt sind kaum grössere Schäden an Gebäuden ersichtlich. Betroffen waren vorallem Leute aus ländlichen Gegenden, in welchen Erdrutsche ganze Dörfer ausradiert haben. Diese Bauern wohnen nun an der Stadtgrenze in riesigen Flüchtlingscamps.
Übrigens, wir sind ja im Prinzip als „foreign experts“ hier und müssen darum auch arbeiten. Nach mehrmaligem Nachfragen haben wir folgendes herausfinden können:
1. Andrea unterrichtet nächste Woche entweder Marketing oder Management, nicht gerade die Kernkompetenzen einer Volkswirtschaftlerin, aber wir sind ja flexibel!
2. Thomas startet seinen Unterricht entweder nächsten Montag mit den „freshmen“, vielleicht aber auch erst in 3 Wochen mit den „senior students“, wir werden sehen?!
3. Diesen Mittwoch, so wurde uns versprochen, würde ein sicherlich grossartiges und transparentes Meeting Licht in die ganze Sache bringen.
„Halt es bitzäli andersch!“
Beim gemütlichen samstäglichen Shopping der Familie Lu im faszinierenden Walmart mit all den westlichen Verführungen, überkommt den kleinen Ping Lu ein dringliches Bedürfnis, welchem er sofort nachgeben möchte. Wie praktisch, dass seine Hose, wie die all seiner gleichaltrigen Artgenossen, bereits an physionomisch hervorragend platzierter Stelle permanent geöffnet ist. So reicht ein verbindlicher Schrei aus, damit ihn seine Mutter Liu Lu in die Horizontale hochhebt und er sich zwischen Joghurt- und Sojabohnenregal erleichtern kann.
Bis Bald!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen