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Hab in der Ferne vernommen, dass in der guten alten Heimat der frisch gewählte General mit dem Strohhalm im Mundwinkel mit der Ambition antrete, die Schweizer Ferienlegion zur schlagkräftigsten Truppe des Planeten umzugestalten. Als Angehöriger derselbigen muss ich sagen: „Potzblitz und Hut ab vor derart hochgesteckten Zielen.“ Aber bei diesem Vorhaben könnte dem Herrn wohl noch das eine oder andere graue Haar auf der Glatze spriessen. Klar, in Sachen Tarnung macht uns keiner was vor: Nur das äusserst geübte Feindesauge ist in der Lage, einen jassenden AdA in Badehose von einem Zivilisten zu unterscheiden. Doch in Sachen Entschlossenheit, Durchhaltevermögen und Willen zur Selbstaufopferung muss da noch ein „bitzeli öppis“ ändern, bevor wir uns mit dem militärischen Superlativ schmücken können.
Beispielsweise das Überflügeln der Chineslein auf dem Weg an die Spitze dürfte wohl nicht allzu leicht werden. Das ist natürlich rein quanitativ ein unstatthafter Vergleich, aber auch im waffenlosen Kampf Mann gegen Mann sehe ich da gewisse Nachteile auf Schweizer Seite.
Da möchte ich also nicht losgeschickt werden, wenn die auf der Gegenseite den Holzhacker ins Spiel bringen! Solche Dokumentationen laufen hier übrigens 24 Stunden am Tag auf dem eigens für die Armee bereitgestellten Staatskanal. Da kann man zum Beispiel mitverfolgen, wie chinesische Fregatten somalische Piraten jagen oder dem Panzerkommandanten über Zuschauertelefon Fragen zu den neuesten Entwicklungen im Bereich Kanonenrohre stellen. Das wär vielleicht auch ein Input für’s VBS: Ein SF3 für die tollsten Armeeclips würde die Wahrnehmung dieser Institution in der Bevölkerung mit Sicherheit nachhaltig verbessern. Derzeit beweisen einzig ein paar Streifen auf Youtube, dass wir zumindest in einem Fussballänderspiel gegen das chinesische Volksheer dank dem alljährlichen dreiwöchigen Trainingslager eine reelle Chance hätten.
In diesem Sinne: "Mäld mi ab!"
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