Weil Bilder ja bekanntlich mehr als tausend Worte sagen, versuchen wir jeweils unsere Berichte fotographisch bestmöglich zu untermalen. Heute allerdings wollen wir euch einen Einblick ins chinesische Freizeitverhalten ermöglichen und da sind Standbilder nur unzureichend aussagekräftig. Darum gibt's im Folgenden ein paar Kurzfilmchen welche euch ein garantiert authentisch chinesisches Erlebnis in die gute Stube liefern.
Chinesen lieben es in erster Linie laut und gesellig und auch der körperlichen Ertüchtigung sind sie nicht abgeneigt, solange diese nicht allzu kräftezehrend ist. Was eignet sich da besser als gemeinsames Tanzen und Musizieren. Gemäss (chinesischen?!) Untersuchungen besitzen im weltweiten Vergleich überdurchschnittlich viele hiesige Landsleute das absolute Musikgehör. Wohnt man allerdings den öffentlichen musikalischen Darbietungen in den Parks bei, so muss man davon ausgehen, dass all diese genetisch gesegneten Geschöpfe ihr Können ausschliesslich hinter den verschlossenen Türen von Konzertsälen zum Besten geben. Vielleicht sind aber auch unsere auf Harmonie getrimmten westlichen Ohren den fremden Klängen einfach noch nicht gewachsen?!
Weiter trägt zum Unterhaltungswert solcher Veranstaltungen ein äusserst gesundes Mass an Exhibitionismus bei. Trotz Ungelenkigkeit und teilweise nahezu vollständigem Mangel an Taktgefühl, es wird zuversichtlich getanzt und geturnt. Und wo jeder Schweizer sich fleissig im stillen Kämmerchen auf seinem Instrument bis zur Konzertreife abrackert, da packt der Chinese seine Flöte oder Geige noch vor der ersten Lektion und macht sich flugs auf zum Park, um dort mit Gleichgesinnten die Menge musikalisch in Ekstase zu versetzen.
Aber macht euch am besten einfach selbst ein Bild...
Paartanz mit Störung
Bleib jung und fit; mach mit!
Tanzender Schwan, ganz ohne Scham
Kollektives Taktgefühl
Ohren zu und durch!
Musikantenstadl
18. November 2008
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